Das Projekt

Ob beim Posten, Liken oder Sharen – auch in Sozialen Medien gehört Lesen zum Alltag. An diesem Punkte setzte das Projekt "Lesen macht stark: Lesen und digitale Medien" an und richtete sich an jene Kinder und Jugendliche im Alter von drei bis 18 Jahren, denen der Zugang zum Lesen und zu Medien erschwert ist. Außerschulische Aktionen bildeten dabei die Brücke von alltäglicher Mediennutzung zur Leseförderung und griffen die Interessen der Zielgruppe auf.

Bibliotheken und Einrichtungen für Kinder und Jugendliche sowie der kulturellen Bildung waren aufgerufen, in ihren Städten und Gemeinden "Bündnisse für Bildung" zu initiieren, die sich der Durchführung der digitalen Leseförderung widmeten. Unterstützung erfuhren die Bündnisse von Ehrenamtlichen, die zur Leseförderung mit digitalen Medien bundesweit kostenlos durch die Stiftung Digitale Chancen qualifiziert wurden.

  • Zur Entstehung

    "Lesen macht stark: Lesen und digitale Medien" war ein Projekt des Deutschen Bibliotheksverbands e.V. (dbv) in Kooperation mit der Stiftung Digitale Chancen gefördert vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) im Rahmen von "Kultur macht stark. Bündnisse für Bildung".

    Für das Konzept "Lesen macht stark: Lesen und digitale Medien" erhielten der Deutsche Bibliotheksverband e.V. (dbv) und die Stiftung Digitale Chancen Projektfördermittel durch das BMBF.

    Der Deutsche Bibliotheksverband wurde in einem bundesweiten Verfahren als einer von 34 Bundesverbänden und -initiativen aus insgesamt 163 Bewerbern vom BMBF ausgewählt. Von 2013 bis 2017 wurden gemeinsam mit dem Verbundpartner, der Stiftung Digitale Chancen, "Bündnisse für Bildung" durch und mit Bibliotheken und anderen Einrichtungen initiiert.

  • Die Ziele

    Kinder und Jugendliche wachsen heute in einer konvergenten Medienwelt auf. Dabei spielen klassische Medien ebenso eine Rolle wie digitale Angebote. Inhalte werden zunehmend cross-medial genutzt und bearbeitet. Voraussetzung für diese Form der Mediennutzung ist immer auch die Fähigkeit zu lesen und sich mediale Inhalte durch Lesekompetenz zu erschließen. Das Förderprojekt "Lesen macht stark: Lesen und digitale Medien" wollte daher:

    • Freude am Lesen vermitteln
    • Lese-, Informations- und Medienkompetenz vertiefen
    • Bildungschancen verbessern

    Ziel dabei war auch die nachhaltige Vernetzung der Akteure vor Ort und die Stärkung des zivilgesellschaftlichen Engagements für eine bessere Bildung.

  • Die Aktionen

    Die Antragsteller gestalteten ihre Aktionen inhaltlich frei und passend zu der jeweiligen Alterszielgruppe.
    Dabei konnten die Kinder und Jugendlichen beispielsweise Videos, Filme, Hörspiele und andere Medienformate produzieren und verbinden und so die Vielfalt des Internets und Social Webs nutzen, um eigene Geschichten zu erarbeiten, zu teilen und zu verbreiten.

    Auf der Basis einer gelesenen Geschichte konnte die eigene Lebenswelt erkundet werden. Anwendungen wie z.B. Geo-/Edu-Caching, Gaming oder Social Media verbanden dabei kreativ den virtuellen mit dem realen Sozialraum.

    Einen Einblick in die durchgeführten Aktionen gibt der Good Practice Bereich

  • Die Bündnisse

    Kompetenzen bündeln, Synergien nutzen und so Nachhaltigkeit schaffen: Mindestens drei Institutionen bildeten im Projekt "Lesen macht stark: Lesen und digitale Medien" ein "Bündnis für Bildung". So sollte die außerschulische kulturelle Bildungsarbeit auf lokaler Ebene gestärkt werden. Die Partner verpflichteten sich verbindlich zur Zusammenarbeit.

    Institutionen, die im Bereich Leseförderung oder Kinder- und Jugendarbeit tätig sind konnten sich am Projekt beteiligen, beispielsweise:

    • Bibliotheken
    • Einrichtungen der beruflichen Bildung
    • Einrichtungen der kulturellen Bildung
    • Jugendeinrichtungen oder -verbände
    • Kitas
    • Schulen
    • Vereine
    • Einrichtungen der Wohlfahrtspflege
    • Migrantenorganisationen
    • kirchliche Institutionen
    • Buchhandlungen
    • und viele andere
  • Die Ehrenamtlichen

    Die Bündnispartner gewannen für die Durchführung der Aktionen ehrenamtliche Helferinnen und Helfer. Sie sollten vor Ort die Projektleitenden unterstützen.

    Die Stiftung Digitale Chancen entwickelte auf Basis der Projektideen Curricula, zu dem die Ehrenamtlichen durch eine entsprechende Qualifizierung der Stiftung bundesweit kostenlos geschult wurden.

    Die Schulungen erfolgten vor Beginn der Aktionen.