Impulse

Sie interessieren sich für Projekte, die im Rahmen von "Lesen macht stark: Lesen und digitale Medien" entstanden sind und möchten gerne selbst Vorhaben der Leseförderung mit digitalen Medien umsetzen? Hier finden Sie erfolgreiche Projektskizzen und können Ideen sammeln.

  • Projektkonzepte

    Nutzen Sie das Wissen und die Erfahrungen aus den vielfältigen Projekten, die im Rahmen von "Lesen macht stark" erfolgreich umgesetzt wurden.

    In einer aus Projektbeschreibungen zusammengestellten Broschüre finden Sie Anleitungen, Abläufe sowie Tipps für Ihr eigenes Leseprojekt mit digitalen Medien:

     Ausgewählte Projektkonzepte der Lese- und Sprachförderung mit Digitalen Medien

     

    Finden Sie in den nachfolgenden Projektkonzepten weitere Anregungen:

    Bilderbuchkino - Projekte

    Pippilothek – eine Bibliothek wirkt Wunder
    Ein Projekt der AWO Landshut für 3 - 6 Jährige.

    Pippilothek??? Eine Bibliothek wirkt Wunder
    Ein Projekt der Gemeindebücherei Adelebsen für 4-6 Jährige.

    Fotostory - Projekte

    Helden gesucht! Wie man einen Helden findet
    Ein Projekt des KJV e.V. Wildau für 9-12 Jährige.

    Wir für die Rampen!
    Ein Projekt der Stadtbücherei Warstein - Belecke für 11 - 15 Jährige.

    Auf den Spuren Martin Luthers – eine multimediale Reise
    Ein Projekt des Zweckverbands Kultur des Landkreis Schmalkalden-Meiningen für 8 - 12 Jährige.

    Projekte mit TING-Stiften

    Das Rätsel des verlorenen Steins – Lese-Spaß mit TING-Stiften
    Ein Projekt der Stadtteilbibliothek Stuttgart - Zuffenhausen für 7 - 8 Jährige.

    Sprache macht stark!
    Ein Projekt der Stadtbibliothek Anklam für 4 - 13 Jährige

    Filmprojekte

    Piraten
    Ein Projekt der Stadtbibliothek Hansestadt Wismar für 6 - 15 Jährige.

    Anders – nicht artig!
    Ein Projekt der Stadtbibliothek Oberhausen für 14 - 18 Jährige.

    Real- und Trickfilm zur Sprachförderung
    Ein Projekt der Münchner Stadtbibliothek für 5 - 18 Jährige.

    Digitale Erzählformen – mit Filmen Geschichten erzählen
    Ein Projekt der Stadtteilbibliothek Köln für 10 - 12 Jährige.

    Spiel mir den Film zum Buch
    Ein Projekt der Stadtteilbibliothek Ludwigshafen für 9 - 15 Jährige.

    Projekte mit Lesementoren

    Kinderbücher, Filme & Apps
    Ein Projekt der Stadtbücherei Schneverdingen für 6 - 11 Jährige.

    Lesementoring mit digitalen Medien
    Ein Projekt der Stadtbibliothek Hannover für 7 - 10 Jährige.

    Rallye - Projekte

    Bibliothek mit allen Sinnen
    Ein Projekt der Kinder- und Jugendmediothek Freibug-Riesfeld für 6 - 10 Jährige.

  • Weitere Ideen

    Geocaching-Projekt

    (Ferienworkshop)

     Die Teilnehmer/innen werden aktiv an die Grundlagen einer GPS-Schnitzeljagd herangeführt. Vermittelt wird der Umgang mit dem technischen Equipment, dessen Nutzung zur Orientierung innerhalb des geographischen Zielraums und das Erstellen und Lösen einfacher Codes. Unter Anleitung eines/einer Medienpädagogen/in werden den Kindern und Jugendlichen spielerisch die verschiedenen Teilkompetenzen vermittelt und bei der abschließenden Cache-Suche erprobt. Allen Teilnehmern/innen wird bei der Anmeldung ein Buch geschenkt, das zu Beginn der Veranstaltung gelesen sein sollte. Diese Leseaufgabe wird von einer persönlichen Ansprechperson betreut und bildet die Grundlage für das erste Kennenlernen der Gruppe. Insgesamt werden drei verschiedene Buchtitel ausgehändigt.

    Für die praktischen Übungen bilden die Teilnehmer/innen drei  Arbeitsgruppen und verteilen sich auf verschiedene Räumlichkeiten. Viele Aktivitäten können auch nach draußen verlagert werden. Unabhängig von der Gruppenarbeit liegt Fachliteratur zum Thema Geocaching für die Kinder aus, mit der sie sich selbstständig beschäftigen können.

    Schreibwerkstatt und Filmvorhaben

    (Ferienworkshop + weitere Termine)

    Auf Grundlage des Buches „Störtebekers Tochter“ von Carmen Blazejewski erarbeiten die Teilnehmer/innen in einer Schreibwerkstatt ein Drehbuch und verfilmen den Plot (eine Druckausgabe ist geplant). Unterstützt werden sie dabei von der Autorin und einem/er Medienpädagogen/in. Durch weiterführende Recherchen setzen sie sich mit den Themen Gerechtigkeit, soziale Verteilung und Geschichte auseinander, um auch diese in das Drehbuch einfließen zu lassen. Als Hilfestellung und Motivation nutzen die Kinder und Jugendlichen dabei den altersgerechten Bestand an Sachbüchern, Bildbänden und Filmen der Bibliothek. (Aus urheberrechtlichen Gründen muss das Einverständnis der Autorin zur 1:1 Verfilmung des Buches vorliegen.)

    Bei der Verfilmung des Drehbuchs übernehmen die Teilnehmer/innen alle Aufgaben eines Filmteams: von der Beleuchtung, über die Darstellung bis hin zu Kamera und Regie. Vor selbstgestalteten Kulissen und mit ausgeliehenen Kostümen setzen sie ihre Ideen an lokalen Drehorten um. Durch „learning by doing“ werden die Teilnehmer/innen in den Umgang mit Laptops, Tablets, Kamera Beleuchtung eingeführt. Auch das Schneiden und Vertonen ihrer Filme übernehmen sie selbst und trainieren so ihren Umgang mit Sprache.  Zum Abschluss werden die Projektergebnisse im Rahmen einer geeigneten Veranstaltung öffentlich präsentiert (z.B. in einer Bibliotheksnacht). Eine Kooperation mit einem lokalen Filmbüro ist für die Umsetzung des Projektes denkbar, wenn dieses weitere technische Möglichkeiten wie zum Beispiel ein Greenscreen-Studio bietet.

    Über die gesamte Dauer des Workshops werden die Kinder und Jugendlichen von einer Kamera begleitet. Zum einem, um sie an die Medienpräsenz zu gewöhnen und zum anderen, um jeden Schritt des Projektes zu dokumentieren. Die Teilnehmer/innen finden dabei selbst heraus, wer für welche Aufgaben des Filmteams geeignet ist. Begleitend entsteht im Internet ein Tagebuch über die Fortschritte ihrer Arbeit. Welche sozialen Medien zur Präsentation des Tagebuches genutzt werden, wird dabei von Kindern und Jugendlichen entscheidend mitbestimmt.

    Schreibwerkstatt

    (monatliche Treffen über einen längeren Zeitraum)

    In der Schreibwerkstatt einer Stadt- und Regionalbibliothek trainieren junge Autoren/innen zwischen 13 und 18 Jahren den Umgang mit Sprache und dem Schreiben. Sie testen verschiedene Genres aus, lernen Grundlagen der Literaturkritik kennen und verfassen eigene Texte. Stetig planen sie weiterführende Projekte rund um das Thema Literatur und erproben sich in neuen Präsentationsformaten.

    Diese bereits existierende Schreibwerkstatt übernimmt nun eine Kreativpatenschaft, in der jede/r junge Autor/in zwei Jugendliche anleitet und durch den Aktionszeitraum begleitet (Peer-to-peer). Zusammen erarbeiten sie eine längere Geschichte und einen Filmtrailer zu einem selbst gewählten Thema. Die monatlichen Treffen werden von den jungen Autoren/innen mit der Zielgruppe eigenverantwortlich vorbereitet.

    Die gemeinsam geschriebene Geschichte entwickelt sich dabei wie ein schriftliches Improvisationstheater stetig weiter und lässt Raum für unerwartete und spannende Wendungen. Ein Mitarbeiter des Bündnispartners aus einer lokalen Malschule unterstützt die jungen Schreiber/innen, dieses Gemeinschaftswerk selbst zu illustrieren. Für die technische Umsetzung des Projektes steht die Landesmedienanstalt den jungen Leuten zur Seite. Ergänzend zur kreativen Arbeit lernen die Jungautoren/innen und ihre Schützlinge die Innenstadt mit Hilfe von Stadtführungen noch intensiver kennen. Die so entstandene Geschichte wird gedruckt. Um das Buch im Deutschunterricht der lokalen Regel- und Förderschule vorzustellen, bietet die Schreibwerkstatt den Lehrern/innen Lesungen und Vorführungen des Trailers an.

    Animated Audio Art

    (Ferienworkshop)

    In diesem Ferienworkshop erhalten die Jugendlichen Einblicke in fremde Lebenswelten. So reflektieren sie ihre eigene Lebenswirklichkeit und gewinnen neue Einsichten in ihre Gefühlswelt. Ziel des Projektes ist es den Jugendlichen ihre Stärken vor Augen zu führen und ihr Bewusstsein für verborgene Talente zu öffnen.

    Dies geschieht in Form von etwa acht kurzen Hörspielen (je 3 – 5 Minuten). Die Teilnehmer/innen konzipieren Drehbücher, in denen sie Geschichten aus ihrem Lebensumfeld erzählen. Diese setzen sie in selbstgestalteten Hörspielfeatures um und illustrieren sie mit einfachen Visualisierungen. Sie stehen dabei miteinander im kreativen Austausch und lernen die Techniken der audiovisuellen Medien kennen. In verschiedenen gestalterischen Tätigkeiten erproben die Jugendlichen unter anderem Kompetenzen des Schreibens, Diskutierens, Musizierens und der Interviewführung. Ein/e Medienpädagoge/in betreut die Teilnehmer/innen über die gesamte Dauer des Projektes.

    Am Ende des Workshops werden die Projektergebnisse im öffentlichen Raum präsentiert (z.B. in Museen oder Bibliotheken) und im Internet auf sozialen Plattformen wie Facebook oder YouTube veröffentlicht. Hier erhalten die Teilnehmer/innen für ihre Projekte Anerkennung und können sich über ihre Erfahrungen austauschen.

    Actionbound-Projekt

    (Treffen über einen längeren Zeitraum)

    Gegenstand des Projekts ist das Erstellen einer digitalen Schnitzeljagd mit Kindern der Altersstufe 10 – 13 Jahren. Durch die Arbeit mit Tablet-PC’s werden die Teilnehmer/innen an digitale Geräte herangeführt und lernen die Verwendungsoptionen der neuen Medien kennen.

    Ausgangspunkt ist dabei die App "Actionbound", mit der Schnitzeljagden, Rallyes, Führungen aller Art erstellt und gespielt werden können. Dabei werden alle sensorischen Möglichkeiten der Tablets in das Konzept integriert. Erstellt werden die Schnitzeljagden über die Homepage von Actionbound. Nach der Anmeldung wird zuerst ein neuer "Bound" angelegt und anschließend mit Fragen und Aufgaben gefüllt. Die zahlreichen Anwendungsmöglichkeiten wie das Knipsen von Fotos, das Einscannen eines CR-Codes, das Geotagging sowie das Durchführen von Turnieren werden dabei im Projekt voll ausgeschöpft.

    (Die Homepage findet sich unter:  Ihttp://de.actionbound.de/ und http://pb21.de/2013/08/mobiles-lernen-mit-actionbound/)

    Anti-Cybermobbing Workshop

    (über mehrere Monate)

    Der Messaging-Dienst „WhatsApp“ ist für Kinder häufig der Einstieg in soziale Netzwerke. Hier lassen sich schnell Gruppen bilden und Inhalte teilen. Nicht alle Chats verbinden jedoch, sondern  viele werden genutzt, um andere User auszugrenzen und zu verletzen. Aufklärungsarbeit über das Cybermobbing ist dabei besonders bei Kindern und Jugendlichen zentral, um solchen Verhaltensweisen im Erwachsenenleben vorzubeugen.

    Im Workshop einigen sich die Kinder auf ein bis drei Bücher die den Themenkomplex des Mobbings behandeln. Aufbauend auf diesen Geschichten lernen sie, wie sie sich wirksamen bei Cybermobbing  verhalten können und welche Verhaltensregeln im Netz wichtig sind. Sie setzen sich mit den Inhalten der Geschichten auseinander und berichten von ihren eigenen Erfahrungen. Ziel ist, dass die Kinder einen eigenen multimedialen Vortrag erarbeiten und diesen vor Publikum halten.

    Die erste Präsentation erfolgt öffentlich in einer Elternversammlung. Im Sinne der Nachhaltigkeit  soll eine feste Gruppe von Peer-Trainern entstehen, die regelmäßig interessierten Kindern einen Vortrag präsentieren und mit ihnen über das Thema diskutieren. Ähnlich wie Streitschlichter oder Mediatoren wird diese Gruppe ein fester Anlaufpunkt für das Problem des Cybermobbings an den lokalen Schulen und gibt das eigene Expertenwissen an nachfolgende Peer-Trainer weiter. Das Projekt ist dabei im außerunterrichtlichen Bereich der Nachmittagsbetreuung an einer Schule angesiedelt. Die Kinder werden auf ihrem Weg von medienpädagogischen Fachkräften und Ehrenamtlichen unterstützt.

    Filmtrailer zu Büchern/Geschichten

    (Ferienworkshop)

    "Medienwelten sind Lebenswelten, Lebenswelten sind Medienwelten." (Dieter Baacke)

    Der Film, als ein Ausdrucks- und Kommunikationsmittel, spielt in den Lebenswelten von Kindern eine zentrale Rolle. Ob als Spielfilm im Fernsehen, als Trailer beim Kinobesuch oder als Musik- und Werbeclip: Film begleitet unser Leben. Sie prägen das Selbstbild und werden zur Konstruktion von Wert- und Normvorstellungen verwendet. Filme nehmen gefangen, wecken Emotionen, regen die Phantasie an und erzählen auf vielfältige Weise eine Geschichte.

     An dieser Stelle knüpft der Ferienworkshop an und stellt einen Bezug zur Lebens- und Medienwelt der Teilnehmenden her. Das Interesse für die bewegten Bilder wird genutzt, um die Kinder selbst zu Filmschaffenden zu machen und eigenständig kreative Arbeitsprozesse zu erproben. Ziel ist es, die Teilnehmenden mit filmischen Erzählstrukturen vertraut zu machen und gleichzeitig das Interesse für das klassische Medium Buch zu wecken. Angeleitet durch eine/n Autor/in und ehrenamtliche Mitarbeiter/innen setzen die Kinder sich dabei mit altersgerechten Geschichten auseinander und halten ihre individuellen Eindrücke und Wahrnehmungen beim Lesen und Vorlesen fest. Besonders spannend ist dabei, wie ein- und dieselbe Geschichte von Kindern auf unterschiedliche Weise verstanden und erlebt wird. In Kleingruppen werden die Texte selbstständig diskutiert und für Filmprojekte kreativ beworben. Diese Filmprojekte sind kurze Werbetrailer, die die Lust und das Interesse an der ausgewählten Geschichte bei den Zuschauern  wecken. Die "Trailer" wurden als Form des filmischen Erzählens ausgewählt, da sie einen Kurzeinblick in eine Geschichte ermöglichen. Flankierend dokumentiert ein Blog die einzelnen Arbeitsphasen in einem Projekt-Tagebuch. Die für den Blog verantwortliche Gruppe wird dabei von einer Grafikdesignerin in Fragen der Gestaltung eingeführt und von den Ehrenamtlichen begleitet.

    Digitale Fotostory mit Radiosendung

    (Mehrere Termine über einen längeren Zeitraum)

    Im Mittelpunkt des Projektes stehen die Beschäftigung mit einer Legende aus der Geschichte der Stadt sowie die Gestaltung einer passenden Fotostory. Kinder zwischen 10 und 14 Jahren werden dabei an den kreativen Umgang mit Medien herangeführt. Die zentrale Zielgruppe des Projektes bilden Kinder aus sozialbenachteiligten Elternhäusern und aus Familien mit Migrationshintergrund. Ziel ist die Förderung von Medienkompetenz, die Vermittlung von Lesefreude, die Verbesserung der Lese- und Erzählfertigkeit sowie die kreative Umsetzung von Inhalten. Das Projekt fördert die Teamfähigkeit und vermittelt kulturelle und historische Aspekte zu gesellschaftlichen Problemen der Gegenwart.

    Um die Selbstständigkeit der Kinder zu fördern, wird die konkrete Ausgestaltung des Themas ihnen überlassen. So können sie bei der Umsetzung ihre eigenen Ideen und Lebenserfahrungen einbringen. Für die fotografische (Nach-)Erzählung der Legende werden Orte bzw. Personen im Stadtgebiet aufgesucht. Die Betreuung erfolgt durch Ehrenamtliche und medienpädagogische Fachkräfte. Verwendet werden Tablet PCs als mobile Endgeräte. Die Ergebnisse des Projektes werden vorgestellt und auch auf der Homepage der Stadt und Stadtbibliothek präsentiert. Eine Ausstellung der Bilder ist vorgesehen.

    Eine Zusammenarbeit mit dem lokalen Hörfunkstudio (z.B. Berichterstattung über das Projekt bzw. Vorstellung der Projektergebnisse) ist wünschenswert. Die Teilgruppe (Team "Radiokinder") begleitet die Termine mit mobilen Aufnahmegeräten und  führt Interviews und kommentiert das Geschehen. Ziel ist die Produktion einer Sendung, die von dem lokalen Radiosender ausgestrahlt wird.

    Roboting-Projekt

    (Ferienakademie)

    Die Ferienakademie "Kopf-Hand-Netz" ist eine Bildungsmaßnahme der außerschulischen Jugendbildung, die in einem örtlichen Bildungsnetzwerk angeboten und durchgeführt wird. Insbesondere die Ursachenverkettung von sozialer Herkunft und Bildungserfolg kann so thematisiert und die soziale Ungleichheit demaskiert und ausgeglichen werden. Ziel der 3-tägigen Ferienakademie ist es, das Interesse von Kindern und Jugendlichen an Naturwissenschaften und Technik zu fördern. Es werden dafür Kompetenzen für einen selbstbestimmten Umgang mit Technik und neuen Medien sowie die kritische Auseinandersetzung mit technologischen Entwicklungen und naturwissenschaftlichen Erkenntnissen vermittelt. Im Speziellen geht es darum, altersadäquate und spielerische Zugänge zur Technik und zu digitalen Medien zu eröffnen und hierdurch ein kognitiv anspruchsvolles Erfahrungsfeld im Jugendbildungsbereich zu ermöglichen.

    Basierend auf dem Buch "Linus Lindbergh und die Invasion der Roboter" von Tobias Elsäßer bauen und programmieren Kinder im Alter von ca. 10 – 14 Jahren funktionstüchtige Roboter und bringen diesen einfache Handlungsschritte bei. Unterstützt werden sie dabei von einem/r Medienpädagogen/in. Die einzelnen Arbeitsphasen werden digital erfasst und daraus eine Dokumentation mit Fotos und evtl. Filmsequenzen hergestellt. Im Anschluss wird das Ergebnis öffentlich präsentiert oder im Internet gepostet.

    Comic-Projekt

    (Mehrere Termine über einen längeren Zeitraum)

    Das Vorhaben ist konzipiert als Multimediaprojekt, das in einer Bibliothek im Rahmen eines Nachmittags-Angebotes realisiert wird.  Zentrale Zielgruppe des Projektes bilden Kinder aus Familien mit Migrationshintergrund. Ziel ist es, Kinder im Alter von 8 - 12Jahren durch die Auseinandersetzung mit Neuen Medien beim Spracherwerb zu unterstützen und zum Lesen zu animieren. Die Betreuung der Kinder wird dabei durch einen Medienpädagogen und zwei ehrenamtliche Helfer gewährleistet.

    Die Kinder entwickeln kurze Geschichten, die sie mit Hilfe von Spielfiguren inszenieren und mit dem Tablet fotografieren. Auch die Kulissen werden dabei von den Teilnehmenden passend zu den Comic-Szenen gestaltet. Die Bilder werden direkt am Tablet bearbeitet und Sprechblasen eingefügt, so dass am Ende richtige Comicgeschichten entstehen. Die Kinder arbeiten in Zweier- und Dreiergruppen, die jeweils mindestens eine Comic-Geschichte (ca. 10 – 15 Seiten) entwickeln. Abschließend werden die Geschichten von betreuenden Medienpädagogen in Fotobüchern zusammengestellt. Jedes Kind erhält  dabei ein Fotobuch und auch Bibliothek nimmt ein Werk in ihren Bestand auf.

    Das Projekt wird von einer Bibliothek und ihrem Förderverein organisiert und findet auch in den Räumen der Bibliothek statt. Damit soll nicht zuletzt der Status der Bibliothek als wichtigster außerschulischer Bildungsort gefestigt werden.

    Drehbuch und Film

    (Mehrere Termine über einen längeren Zeitraum)

    Im Projekt "Drehbuch und Film" treffen sich Kinder und Jugendliche zwischen 11 und 17 Jahren, um angeregt durch das Lesen von Geschichten eine eigene Erzählung zu erfinden, als ein Schauspiel einzuüben und daraus einen Film zu drehen.

    Die Teilnehmer/innen setzen sich zunächst thematisch mit sich und ihrem unmittelbaren sozialen Umfeld auseinander und versuchen alterstypische und gesellschaftliche Problemfelder zu erkennen und zu artikulieren. Sie können sich dabei durch gemeinsam besprochene Geschichten von Kinder- und Jugendbuchautoren anregen lassen. So gewinnen sie einen Eindruck von Struktur und Inhalten in der Literatur. Hierbei können unterschiedliche Genres berücksichtigt werden. Im nächsten Schritt setzen die Teilnehmer/innen die erkannten Konflikte filmisch um. Dabei werden sie von Filmschaffenden an das Medium herangeführt und in der Umsetzung ihrer Ideen unterstützt. Begleitend beschreiben die Kinder auf Social-Media-Seiten ihre Erfahrungen und Eindrücke zum Verlauf des Projektes.

    Filmwerkstatt - Ein Projekt mit Flüchtlingen

    (Mehrere Termine über einen längeren Zeitraum)

    Unbegleitete minderjährige Flüchtlinge leben, solange sie noch keinen dauerhaften Aufenthaltsstatus haben, in einer Situation der Unsicherheit. Häufig haben sie keine Möglichkeit mit einheimischen Jugendlichen in Kontakt zu treten.  Bei diesem Medienprojekt wird dieser Kontakt hergestellt. Junge Flüchtlinge produzieren dafür gemeinsam mit Jugendlichen ohne Flüchtlingserfahrung sehr persönliche Filmporträts.

    Hierfür werden Zweierteams mit Jugendlichen aus beiden Gruppen gebildet (Alter 15 -20 Jahre). So haben sie die Gelegenheit, sich gegenseitig kennenzulernen und ihre persönliche Lebenssituation in Relation zueinander zu setzen. Die gefundenen Unterschiede und Gemeinsamkeiten können sie in das Projekt einarbeiten. Die Jugendlichen entwickeln hierfür gemeinsam eine Geschichte zu ihrem Leben in der Stadt: Wie fühlen sie sich hier? ; Was gefällt und missfällt ihnen? ; Welche Probleme und Schwierigkeiten haben sie und wie gehen sie damit um? Der Fokus ist dabei auf ihre Gemeinsamkeiten gerichtet.

    Mit einer Digitalkamera machen die Gruppen Fotos und drehen Videos, die ihre Geschichte illustrieren. Hierzu sprechen sie eigene Texte ein und nehmen passende Musik auf. Die Ergebnisse werden zu einem Kurzfilm zusammengeschnitten.

    Über die selbstständige thematische Gestaltung und Umsetzung der Filme hinaus sind die Jugendlichen am gesamten Planungsprozess des Projektes beteiligt. Der zeitliche Rahmen wird gemeinsam mit ihnen abgesteckt und durch wiederholte Feedback-Runden wird der Verlauf des Projektes ständig an die Bedürfnisse und Interessen der Teilnehmer angepasst. Die Teilnehmer werden dabei durchgehend von erfahrenen Medienpädagogen/innen beraten und begleitet.

    Die in der Filmwerkstatt entstandenen Filme werden zum Abschluss des Projektes öffentlich präsentiert. Zu dieser Vorstellung können Freunde und Familien mitgebracht werden. Außerdem werden Schulklassen und Integrationskurse eingeladen, um die Botschaft der Filme an Gleichaltrige und relevante Multiplikatoren heranzutragen. Dabei lassen sich die Ergebnisse der Filmwerkstatt thematisch mit anderen Projekten verbinden (z.B. mit einer Fotoausstellung). Darüber hinaus werden die Filme auf verschiedenen Plattformen (z.B. Internet, DVD, Bibliothek) langfristig zugänglich gemacht.