Projektideen zum Film

Nutzen Sie das Wissen und die Erfahrungen aus den vielfältigen Projekten, die im Rahmen von "Lesen macht stark" erfolgreich umgesetzt wurden. Hier finden Sie Beispiele für Projekte im Bereich Film.

Sie wollen mehr zum Projektablauf erfahren? Schauen Sie sich die Beispielprojekte & Projektskizzen an.

Berichte:

Bücherhelden.mov
Ein Projekt aus Delmenhorst

Bücherhelden.mov
Ein Projekt aus Bremen

Die Sprache unserer Träume
Ein Projekt aus Schwerte

Trickfilm-Workshop
Ein Flüchtlingsprojekt aus Frankfurt am Main

Konzepte:

Piraten
Ein Projekt der Stadtbibliothek Hansestadt Wismar für 6 - 15 Jährige.

Anders – nicht artig!
Ein Projekt der Stadtbibliothek Oberhausen für 14 - 18 Jährige.

Real- und Trickfilm zur Sprachförderung
Ein Projekt der Münchner Stadtbibliothek für 5 - 18 Jährige.

Digitale Erzählformen – mit Filmen Geschichten erzählen
Ein Projekt der Stadtteilbibliothek Köln für 10 - 12 Jährige.

Spiel mir den Film zum Buch
Ein Projekt der Stadtteilbibliothek Ludwigshafen für 9 - 15 Jährige.

Weitere Projekt-Ideen:

Schreibwerkstatt und Filmvorhaben

(Ferienworkshop + weitere Termine)

Auf Grundlage des Buches „Störtebekers Tochter“ von Carmen Blazejewski erarbeiten die Teilnehmer/innen in einer Schreibwerkstatt ein Drehbuch und verfilmen den Plot (eine Druckausgabe ist geplant). Unterstützt werden sie dabei von der Autorin und einem/er Medienpädagogen/in. Durch weiterführende Recherchen setzen sie sich mit den Themen Gerechtigkeit, soziale Verteilung und Geschichte auseinander, um auch diese in das Drehbuch einfließen zu lassen. Als Hilfestellung und Motivation nutzen die Kinder und Jugendlichen dabei den altersgerechten Bestand an Sachbüchern, Bildbänden und Filmen der Bibliothek. (Aus urheberrechtlichen Gründen muss das Einverständnis der Autorin zur 1:1 Verfilmung des Buches vorliegen.)

Bei der Verfilmung des Drehbuchs übernehmen die Teilnehmer/innen alle Aufgaben eines Filmteams: von der Beleuchtung, über die Darstellung bis hin zu Kamera und Regie. Vor selbstgestalteten Kulissen und mit ausgeliehenen Kostümen setzen sie ihre Ideen an lokalen Drehorten um. Durch „learning by doing“ werden die Teilnehmer/innen in den Umgang mit Laptops, Tablets, Kamera Beleuchtung eingeführt. Auch das Schneiden und Vertonen ihrer Filme übernehmen sie selbst und trainieren so ihren Umgang mit Sprache.  Zum Abschluss werden die Projektergebnisse im Rahmen einer geeigneten Veranstaltung öffentlich präsentiert (z.B. in einer Bibliotheksnacht). Eine Kooperation mit einem lokalen Filmbüro ist für die Umsetzung des Projektes denkbar, wenn dieses weitere technische Möglichkeiten wie zum Beispiel ein Greenscreen-Studio bietet.

Über die gesamte Dauer des Workshops werden die Kinder und Jugendlichen von einer Kamera begleitet. Zum einem, um sie an die Medienpräsenz zu gewöhnen und zum anderen, um jeden Schritt des Projektes zu dokumentieren. Die Teilnehmer/innen finden dabei selbst heraus, wer für welche Aufgaben des Filmteams geeignet ist. Begleitend entsteht im Internet ein Tagebuch über die Fortschritte ihrer Arbeit. Welche sozialen Medien zur Präsentation des Tagebuches genutzt werden, wird dabei von Kindern und Jugendlichen entscheidend mitbestimmt.

Filmtrailer zu Büchern/Geschichten

(Ferienworkshop)

"Medienwelten sind Lebenswelten, Lebenswelten sind Medienwelten." (Dieter Baacke)

Der Film, als ein Ausdrucks- und Kommunikationsmittel, spielt in den Lebenswelten von Kindern eine zentrale Rolle. Ob als Spielfilm im Fernsehen, als Trailer beim Kinobesuch oder als Musik- und Werbeclip: Film begleitet unser Leben. Sie prägen das Selbstbild und werden zur Konstruktion von Wert- und Normvorstellungen verwendet. Filme nehmen gefangen, wecken Emotionen, regen die Phantasie an und erzählen auf vielfältige Weise eine Geschichte.

 An dieser Stelle knüpft der Ferienworkshop an und stellt einen Bezug zur Lebens- und Medienwelt der Teilnehmenden her. Das Interesse für die bewegten Bilder wird genutzt, um die Kinder selbst zu Filmschaffenden zu machen und eigenständig kreative Arbeitsprozesse zu erproben. Ziel ist es, die Teilnehmenden mit filmischen Erzählstrukturen vertraut zu machen und gleichzeitig das Interesse für das klassische Medium Buch zu wecken. Angeleitet durch eine/n Autor/in und ehrenamtliche Mitarbeiter/innen setzen die Kinder sich dabei mit altersgerechten Geschichten auseinander und halten ihre individuellen Eindrücke und Wahrnehmungen beim Lesen und Vorlesen fest. Besonders spannend ist dabei, wie ein- und dieselbe Geschichte von Kindern auf unterschiedliche Weise verstanden und erlebt wird. In Kleingruppen werden die Texte selbstständig diskutiert und für Filmprojekte kreativ beworben. Diese Filmprojekte sind kurze Werbetrailer, die die Lust und das Interesse an der ausgewählten Geschichte bei den Zuschauern  wecken. Die "Trailer" wurden als Form des filmischen Erzählens ausgewählt, da sie einen Kurzeinblick in eine Geschichte ermöglichen. Flankierend dokumentiert ein Blog die einzelnen Arbeitsphasen in einem Projekt-Tagebuch. Die für den Blog verantwortliche Gruppe wird dabei von einer Grafikdesignerin in Fragen der Gestaltung eingeführt und von den Ehrenamtlichen begleitet.

Drehbuch und Film

(Mehrere Termine über einen längeren Zeitraum)

Im Projekt "Drehbuch und Film" treffen sich Kinder und Jugendliche zwischen 11 und 17 Jahren, um angeregt durch das Lesen von Geschichten eine eigene Erzählung zu erfinden, als ein Schauspiel einzuüben und daraus einen Film zu drehen.

Die Teilnehmer/innen setzen sich zunächst thematisch mit sich und ihrem unmittelbaren sozialen Umfeld auseinander und versuchen alterstypische und gesellschaftliche Problemfelder zu erkennen und zu artikulieren. Sie können sich dabei durch gemeinsam besprochene Geschichten von Kinder- und Jugendbuchautoren anregen lassen. So gewinnen sie einen Eindruck von Struktur und Inhalten in der Literatur. Hierbei können unterschiedliche Genres berücksichtigt werden. Im nächsten Schritt setzen die Teilnehmer/innen die erkannten Konflikte filmisch um. Dabei werden sie von Filmschaffenden an das Medium herangeführt und in der Umsetzung ihrer Ideen unterstützt. Begleitend beschreiben die Kinder auf Social-Media-Seiten ihre Erfahrungen und Eindrücke zum Verlauf des Projektes.

Filmwerkstatt - Ein Projekt mit Flüchtlingen

(Mehrere Termine über einen längeren Zeitraum)

Unbegleitete minderjährige Flüchtlinge leben, solange sie noch keinen dauerhaften Aufenthaltsstatus haben, in einer Situation der Unsicherheit. Häufig haben sie keine Möglichkeit mit einheimischen Jugendlichen in Kontakt zu treten.  Bei diesem Medienprojekt wird dieser Kontakt hergestellt. Junge Flüchtlinge produzieren dafür gemeinsam mit Jugendlichen ohne Flüchtlingserfahrung sehr persönliche Filmporträts.

Hierfür werden Zweierteams mit Jugendlichen aus beiden Gruppen gebildet (Alter 15 -20 Jahre). So haben sie die Gelegenheit, sich gegenseitig kennenzulernen und ihre persönliche Lebenssituation in Relation zueinander zu setzen. Die gefundenen Unterschiede und Gemeinsamkeiten können sie in das Projekt einarbeiten. Die Jugendlichen entwickeln hierfür gemeinsam eine Geschichte zu ihrem Leben in der Stadt: Wie fühlen sie sich hier? ; Was gefällt und missfällt ihnen? ; Welche Probleme und Schwierigkeiten haben sie und wie gehen sie damit um? Der Fokus ist dabei auf ihre Gemeinsamkeiten gerichtet.

Mit einer Digitalkamera machen die Gruppen Fotos und drehen Videos, die ihre Geschichte illustrieren. Hierzu sprechen sie eigene Texte ein und nehmen passende Musik auf. Die Ergebnisse werden zu einem Kurzfilm zusammengeschnitten.

Über die selbstständige thematische Gestaltung und Umsetzung der Filme hinaus sind die Jugendlichen am gesamten Planungsprozess des Projektes beteiligt. Der zeitliche Rahmen wird gemeinsam mit ihnen abgesteckt und durch wiederholte Feedback-Runden wird der Verlauf des Projektes ständig an die Bedürfnisse und Interessen der Teilnehmer angepasst. Die Teilnehmer werden dabei durchgehend von erfahrenen Medienpädagogen/innen beraten und begleitet.

Die in der Filmwerkstatt entstandenen Filme werden zum Abschluss des Projektes öffentlich präsentiert. Zu dieser Vorstellung können Freunde und Familien mitgebracht werden. Außerdem werden Schulklassen und Integrationskurse eingeladen, um die Botschaft der Filme an Gleichaltrige und relevante Multiplikatoren heranzutragen. Dabei lassen sich die Ergebnisse der Filmwerkstatt thematisch mit anderen Projekten verbinden (z.B. mit einer Fotoausstellung). Darüber hinaus werden die Filme auf verschiedenen Plattformen (z.B. Internet, DVD, Bibliothek) langfristig zugänglich gemacht.