Das Projekt

Der Umgang mit digitalen Medien ist für Kinder und Jugendliche selbstverständlicher Bestandteil ihres Alltags. Diese Voraussetzung greift das Projekt "Total Digital! – Lesen und erzählen mit digitalen Medien" auf, um für das Lesen, Erzählen und Darstellen mit digitalen Medien zu begeistern.


Das Projekt richtet sich an Kinder und Jugendliche im Alter von drei bis 18 Jahren, denen der Zugang zu Bildung und zu Medien erschwert ist. Im Rahmen der geförderten Aktionen sollen sie Geschichten kennenlernen und dazu angeregt werden, sich mit digitalen Medien kreativ auszudrücken. Zentral ist, dass die Teilnehmenden selbst kreativ arbeiten und die Vorhaben aktiv mitgestalten und umsetzen. Außerschulische Aktionen bilden dabei die Brücke von alltäglicher Mediennutzung zur Leseförderung und greifen die Interessen der Zielgruppe auf.

  • Die Ziele

    Kinder und Jugendliche wachsen heute in einer Medienwelt auf, in der verschiedenste Medien (analoge wie digitale) ein komplexes Netz bilden. Inhalte werden zunehmend cross-medial genutzt und bearbeitet.

    Voraussetzung für diese Form der Mediennutzung ist immer auch die Fähigkeit zu lesen und sich mediale Inhalte durch Lesekompetenz zu erschließen. Das Förderprojekt "Total Digital! – Lesen und erzählen mit digitalen Medien" will daher:

    • Freude am Lesen vermitteln
    • Lese-, Informations- und Medienkompetenz vertiefen
    • Bildungschancen verbessern
    • Zugänge zu Kunst und Kultur schaffen
    • kreative Ausdrucksfähigkeit mit digitalen Medien fördern

    Ziel dabei ist auch die nachhaltige Vernetzung der Akteur*innen vor Ort und die Stärkung des zivilgesellschaftlichen Engagements für eine bessere Bildung.

  • Die Aktionen

    Die Aktionen können passend zu der jeweiligen Altersgruppe inhaltlich frei gestaltet werden. Zum Zweck der Leseförderung muss jedoch das Lesen einer Geschichte, eines Textes oder die eigene Verschriftlichung eines Projektinhalts Teil der Aktion sein. Der Begriff Leseförderung wird recht weit gefasst. Mögliche Vorhaben sind u.a.:

    • Bilderbuch-Kinos
    • Fotogeschichten
    • Social-Reading-Projekte
    • Video- und (Trick-)Filmwerkstätten
    • digitale Schnitzeljagden
    • Rallyes mit Geo- und Edu-Caching
    • Hörspielproduktionen
    • Erstellung von E-Books
    • Gaming, Coding und Robotik u.v.m.

    Ziel sollte es sein, auf kreative Weise den virtuellen mit dem realen Sozialraum der beteiligten Kinder und Jugendlichen zu verbinden. Diese können die Vielfalt des Internets und Social Webs nutzen, um eigene Geschichten zu gestalten, zu teilen und zu verbreiten.
    In den Aktionen sollen die Teilnehmenden die Bibliothek als Ort mit vielfältigen Bildungs- und Freizeitangeboten für sich entdecken.

    Je nach inhaltlichem Konzept können unterschiedliche analoge und digitale Medien verwendet und kombiniert werden, beispielsweise:

    • Bücher, Comics
    • E-Books
    • Bilderbuch-Apps
    • Computerspiele
    • Hörspiele
    • Video, (Trick-)Film, Foto
    • Social Media  etc.

    Idealerweise sollen Medien der alltäglichen Nutzung zum Einsatz kommen. So hat die Zielgruppe auch nach Projektabschluss die Möglichkeit, diese weiter kreativ zu nutzen.

    Einen Einblick in die bereits durchgeführten Aktionen im Rahmen des Vorgängerprojekts „Lesen macht stark“ gibt der Good Practice Bereich.

  • Die Bündnisse

    Kompetenzen bündeln, Synergien nutzen und so Nachhaltigkeit schaffen: Um die außerschulische kulturelle Bildungsarbeit auf lokaler Ebene zu stärken, werden alle Projekte im Verbund von mindestens drei Institutionen umgesetzt, die unterschiedliche Kompetenzen und Expertisen einbringen. Gemeinsam bilden sie ein lokales Bündnis für Bildung.

    Aufgerufen sind alle Einrichtungen, die in der Leseförderung, der Kinder- und Jugendarbeit bzw. der kulturellen Bildung aktiv werden wollen oder es schon sind, beispielsweise:

    • Bibliotheken
    • Einrichtungen der beruflichen Bildung
    • Jugendeinrichtungen oder -verbände
    • Kitas
    • Schulen
    • Vereine
    • Einrichtungen der Wohlfahrtspflege
    • Migrant*innenselbstorganisationen
    • kirchliche Institutionen
    • und viele andere

    Idealerweise schließen sich eine Kultureinrichtung, ein*e sozialräumliche*r Partner*in mit unmittelbarem Zugang zur Zielgruppe und ein*e Partner*in aus dem Bereich Bildung und/oder Soziales zusammen.

    Schulen und Kitas sind als Bündnispartner*innen gern gesehen, können jedoch nicht selbst den Antrag stellen (das muss ein*e andere*r Partner*in im Bündnis übernehmen).

  • Die Akteur*innen

    Medienpädagogische Begleitung
    Alle Projekte werden von pädagogischen Fachkräften (Honorarkräfte) begleitet, um die Qualität der Angebote gewährleisten zu können.

    Ehrenamtliche
    Zur Stärkung des gesellschaftlichen Engagements in der kulturellen Bildung ist die Einbindung von Ehrenamtlichen in die Umsetzung ausdrücklich gewünscht.
    Die Bündnispartner*innen kümmern sich um die Gewinnung ehrenamtlicher Helfer*innen, die vor Ort die Projektleitenden unterstützen.

    Eltern
    Alle Bündnisse sind dazu angehalten, eine Idee zu entwickeln, wie sie die Eltern in das Projekt einbinden – beispielsweise mit einem Elternabend, einer aktiven Beteiligung an der Projektumsetzung oder bei der Vorstellung der Projektergebnisse.

    Bibliotheken
    Wenn unter den Bündnispartner*innen keine Bibliothek ist, dann muss das Projekt Folgendes leisten: Entweder finden eine oder mehrere der Projekt-Veranstaltungen in den Räumen einer Bibliothek statt oder es gibt einen gemeinsamen Ausflug in eine Bibliothek oder eine Führung in einer Bibliothek.

  • Die Formate

    Als Orientierungshilfe für die Planung und Durchführung von Aktionen dienen drei Projektformate. Es ist möglich, diese zu kombinieren und zu variieren.

    • Format 1: eine 3-Termine-Veranstaltungsreihe
    • Format 2: eine Projektwoche
    • Format 3: ein Kurs über 3 Monate

    Für jedes Format kann eine Auftakt- und eine Abschlussveranstaltung durchgeführt werden.

    Weitere Informationen zu den einzelnen Formaten können Sie unserem Informationsblatt entnehmen.